Seit 90 Jahren beschreibt der Begriff „Neolithische Revolution“ die verschiedenen Veränderungen der Lebensweise von den nomadischen Jägern und Sammlern zu den sesshaften Bauern. Scheinbar plötzlich treten Ackerbau und Viehzucht, Keramikgefäße etc auf. Waren diese Veränderungen wirklich eine „Revolution“? In seinem Vortrag „Die Jungsteinzeit in differenzierter Sicht“ spricht Klaus Engelbach über die Forschungsergebnisse der letzten zwanzig Jahre, die durch neue Methoden neue Blickwinkel und Antworten zu dem Thema erbringen. Der öffentliche Vortrag findet am Freitag, den 27.3. um 19 Uhr im Haus der Vorgeschichte statt.
Jedem, der sich mit der Vorgeschichte beschäftigt, ist der Begriff der „Neolithischen Revolution“ geläufig. Darunter versteht man die Veränderung der menschlichen Lebensweise von umherstreifenden Jägern und Sammlern zum sesshaften Bauerntum mit Ackerbau und Viehzucht, dem Aufkommen von Spinnerei, Weberei, der Herstellung von tönernem Geschirr, der Verwendung von Wagen und Pflug. Es wird darüber berichtet, dass in den vergangenen rund 20 Jahren eine Reihe von Fragestellungen zu diesen Errungenschaften durch neue Methoden der Forschung geklärt werden konnten und sich ein differenzierteres Bild der Entwicklung ergeben hat. In welchem Maße kann der Begriff der „Neolithischen Revolution“ heute noch verwendet werden?