Am Sonntag, dem 9.8. öffnet das Haus der Vorgeschichte ab 15:00 Uhr wieder seine Türen. Fundstücke und Modelle der archäologischen Sammlung geben Einblicke in längst vergangene Zeiten unserer Region. Ab 15:15 Uhr berichtet Dr. Axel Posluschny, Leiter des Forschungszentrums der Keltenwelt am Glauberg über den aktuellen Forschungstand zu einem der wichtigsten eisenzeitlichen Fundplätze Mitteleuropas.
Seit seiner Auffindung 1996 ist die Statue des sog. Keltenfürsten vom Glauberg bei Büdingen einer der berühmtesten archäologischen Funde aus Hessen und wegen seiner Bedeutung auch weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannt. Der Vortrag räumt mit einigen gängigen Keltenklischees auf und basiert stattdessen auf der Interpretation der archäologischen Funde und Befunde. Im Mittelpunkt stehen dabei die Statue vom Glauberg und die drei zugehörigen, sehr reichen Gräber sowie die Besiedlung auf dem Glaubergplateau. Dr. Posluschny äußert aber auch erste Gedanken und Einordnungen zum erst kürzlich entdeckten Prunkgrab aus Bad Camberg im Mittelpunkt.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es Kaffee und Kuchen und man kann in der Bibliothek stöbern oder sich in den Ausstellungsräumen die Ausstellung „Vor- und Frühgeschichte im Lahn-Dill-Gebiet“ ansehen. Außerdem haben die Besucher die Gelegenheit, eigene Fundstücke begutachten zu lassen.